Windkraft im Spessart?

Initiative gegen Windkraft im Naturpark Spessart

Warum diese Initiative?

Die höchsten Windkraftanlagen Deutschlands sollen unweit von hier errichtet werden. Dabei handelt es sich um ein KRAFTWERK. Dieses Kraftwerk wird unsere Lebensbedingungen im Naturpark Spessart grundlegend und für immer verändern.

1. Fakten

Die 18 geplanten Windkraftanlagen auf hessischer Seite und vorgesehene weitere 20 Windkraftanlagen auf bayerischer Seite sind wesentlich höher als die uns bisher bekannten, nämlich 200 m. Sie sind damit so hoch wie der Frankfurter Maintower. Sie wurden für die Nutzung im Meer gebaut, und es gibt bisher keine Studien über ihre Einflüsse auf Mensch und Natur an Land.

2. Folgen

Totale Änderung des Landschaftsbildes: Aufgrund ihrer Höhe und ihrer exponierten Lage auf den Höhenzügen werden die neuen Windkraftanlagen von beinahe überall aus zu sehen sein – anders als ihre Vorgänger. Jedes Windrad muss über eine Zufahrtsstraße jederzeit mit Lkw erreichbar sein, auch im Winter. Auch die weitere Umgebung der Anlagen wird also großräumig und dauerhaft abgeholzt werden, um die breiten Trassen bauen zu können. Diese müssen auch im Winter schneefrei gehalten werden. Dies wird unsere Kultur- und Naturlandschaft für immer stören. Es ist unzweifelhaft, dass es katastrophale Auswirkungen auf unseren Wald, die Wanderwege und Loipen haben wird. Windräder solcher Größe sind Tag und Nacht beleuchtet. Sie erzeugen rhythmische, dunkle Geräusche, welche an Bassanlagen erinnern. Es gibt keine Gesetze darüber, was mit den Tausenden Tonnen von Beton passiert, wenn die Anlagen einst unrentabel werden. Da wir uns im Spessart an der Grenze der nutzbaren Windenergie befinden, wird das bei der rasanten Entwicklung auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien keine 50 Jahre dauern. Die Gefahr besteht, dass die Firmen ihre „Bauwerke“, wenn sie unrentabel geworden sind, stehen lassen, da ein Abbau einen sehr großen finanziellen Aufwand bedeuten würde. Dies passiert weltweit und wird von der Öffentlichkeit nicht wahrgenommen.

3. Schutz

Für Fledermäuse sind Windräder tödlich. Der Einfluss solch großer Windräder auf den Menschen ist noch unerforscht: Fakt ist, dass sie bei Entfernung unter 800 m Schlafstörungen, Depression und Irritationen aller Art hervorrufen, allerdings fehlen bei solch großen Windrädern noch Studien über diese Auswirkungen.

4. Große Windkraftanlagen …

… wurden überall an Gemeindegrenzen gebaut. So werden nicht die Gemeinden, denen das Land gehört, von der Anlage beeinträchtigt, sondern die Nachbargemeinde. Das gleiche geschieht hier, und ist unfair.

5. Es wird damit argumentiert, …

… dass die Windräder Geld in die leeren Gemeindekassen bringen. Aber nichts kommt umsonst: Die Windkraftanlagen führen

  1. zu einem enormen Wertverlust der Immobilien und
  2. zu einer extremen Beeinträchtigung des Tourismus. Die Geldgeber für solche Anlagen bereichern sich also auf anderer Kosten. Das überstürzte Handeln der Windkraftanlagenbetreiber sollte uns allen zu denken geben. Das weist auf nichts Gutes hin.

6. ALLE Menschen …

… empfinden Windkraftanlagen als störend im Landschaftsbild. Das belegen Hunderte von Studien. Am meisten fühlen sich die Menschen von der Bewegung der Rotoren gestört. Außerdem zerstören Windräder durch ihre Form und ihre enorme Größe die Gesamtwirkung eines natürlichen Erholungsgebietes. Die enorme Bedeutung des Spessarts als größtes zusammenhängendes Mischlaubwaldgebiet ist allgemein bekannt. Es wäre Wahnsinn, das Wichtigste zu zerstören, das wir besitzen: Unsere Natur, und damit unsere Heimat!

 

Alternative Energiegewinnung ist unsinnig,
wenn sie genau das zerstört,
was man eigentlich durch sie bewahren will:

Die Natur

Reinhold Messner, 2002 

 

Für mehr Informationen besuchen Sie bitte folgende Seite:

http://gegenwindbirkenhainer.weebly.com/

Mail: gegenwind.birkenhainer@gmail.com

Unterschreibt die Unterschriftenlisten (Waldschänke Bayrische Schanz, Ruppertshütten, und Gasthof Waldfrieden, Neuhof.)

Und unterstützt unsere Online-Petition auf www.Change.org: Bezirkstag Unterfranken: Keine Windkraft im Naturpark Spessart

Unser Kooperationspartner "Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Landesverband Bayern e.V." schreibt in ihrem Positionspapier zum Thema

Wald und Windkraft

Fazit:

Die SDW bekennt sich klar zu einer wesentlich verstärkten Anwendung regenerativer Energie. Dabei darf nicht übersehen werden, dass der Wald hierzu selber einen wichtigen Beitrag leistet. Wegen seiner CO²-neutralen Produktion des Rohstoffes Holz und der Möglichkeit dieses Treibhausgas bei  einer dauerhaften Holzverwendung langfristig zu speichern, sowie wegen der Vielzahl der von ihm ausgehenden Wohlfahrtswirkungen darf der Wald nicht zur bequemen Flächenreserve für Windkraftanlagen werden. Dies ist bei der Abwägung vor allem dann zu berücksichtigen, wenn die Voraussetzungen für eine vernünftige Lösung nur unzureichend erfüllt sind oder wenn Zweifel an einer effektiven Nutzung der Anlage bestehen.

Für diesen Text verantwortlich: Frau Münch, Betreiberin des Ausflugslokals "Bayerische Schanze" in Lohr-Ruppertshütten.

 

1 Bike2 Bikes3 Bikes4 Bikes5 Bikes (15 votes, average: 4,53 out of 5)

Loading...

Comments are closed.